Spannender als die Vorrunde vermuten ließ endete die Saison 2009/2010 in der Saarlandliga
Nachdem Bischmisheim mit stolzen 14:0 Punkten Halbzeitmeister geworden war konnten sie sich die Meisterschaft am Ende mit einem Punkt Vorsprung vor dem TV Wemmetsweiler sichern. Mit ein Grund für die lediglich 10:4 Rückrunden-Punkte war zum einen, dass Thomas Becker (Vorrunde 11:0) kaum noch eingesetzt wurde und zum anderen, dass Leistungsträger der Vorrunde in der zweiten Saisonhälfte ein wenig „schwächelten“. Gewohnt erfolgreich war lediglich Ex-Bundesligaspieler Stefan Maus der in vierzehn Spielen nur einmal als Verlierer das Feld verlassen musste. Zudem mussten in der Rückrunde auch häufiger Ersatzspieler aus unteren Mannschaften eingesetzt werden was teilweise auch zu den vier Verlustpunkten führte. Ganz entgegengesetzt das Abschneiden des TV Wemmetsweiler der nach der Vorrunde etwas enttäuschend mit lediglich 9:5 Punkten auf Platz drei lag. Da aber mit Beginn des neuen Jahres Jochen Pulcher wieder voll einsatzfähig war und auch Sandra Mann nach der Geburt ihres Kindes wieder zum Schläger griff war man doch deutlich stärker aufgestellt. Jochen Pulcher erreichte z.B. 12:1 Siege und blieb in der gesamten Saison im HD ungeschlagen. Auch Sandra´s Bilanz von 9:1 lässt vermuten, dass der TV Wemmetsweiler beste Aussichten auf die Meisterschaft gehabt hätte, wären diese beiden in der Vorrunde nicht teilweise, bzw. komplett ausgefallen. So waren es auch Jochen und Sandra die Stefan Maus die einzige Niederlage beibringen konnten. Die Stärke der Mannschaft zeigt sich schon darin, dass Sascha Seibüchler nicht der erfolgreichste Punktesammler war sondern noch von Sarah Morgenstern (14:0) und auch Michael Klein (11:2) in der Rückrunde übertrumpft wurde. Das Spiel gegen den Meister aus Bischmisheim konnte, obwohl alle Spiele recht knapp verliefen, insgesamt doch deutlich mit 6:2 gewonnen werden. Man darf also vermuten, dass der TV Wemmetsweiler in der nächsten Saison einen erneuten Anlauf in Richtung Meisterschaft nehmen wird. Auf Platz drei endete die dritte Mannschaft des TuS Wiebelskirchen die mit zweimal 10:4 Punkten und jeweils vier Siegen bei zwei Unentschieden und nur einer Niederlage zwei identische Halbserien spielte. Punktegaranten in der Rückrunde waren vor allem Ina Klemm mit 12 Siegen und keiner Niederlage sowie Hendrik Müller mit einer Bilanz von 10:2. Interessant wäre der Rundenverlauf gewesen wenn Uwe Ossenbrink noch häufiger hätte spielen können. Der Ex-Bundesliga-Spieler und mehrfache deutsche Meister blieb im Rundenverlauf ungeschlagen und von den sechs Spielen die der TuS nicht gewinnen konnte war er bei vier -darunter auch die zwei Niederlagen- nicht dabei. Ebenfalls eine sehr ausgeglichen Saison spielte der BC Ottweiler der mit 17:11 Punkten auf dem vierten Platz landete. In gleichem Maße wie Patric Freitag in der Rückrunde zumindest bilanzmäßig nachließ konnte sich Sven Lorenz steigern. Nach einer 7:7 Vorrunde kam er in der zweiten Saisonhälfte auf 12 Siege bei 2 Niederlagen und blieb dabei im 2. HE sogar ungeschlagen. Ebenfalls sehr überzeugend das Abschneiden von Jugendspieler Andreas Schneider. Der überwiegend im Einzel eingesetzte Nachwuchsmann kam auf insgesamt 15 Siege bei vier Niederlagen und konnte damit deutlich unter Beweis stellen, dass er ein Mann für die Zukunft ist. Die zweite Garnitur des TV Bous konnte sich im Verlauf der Rückrunde noch deutlich von den Abstiegsplätzen (noch ist die Anzahl der Absteiger nicht sicher) absetzen und dabei sogar noch den TV Heiligenwald überflügeln. Hauptgrund für die 7:7 Punkte war wohl, dass Martin Mißler nach seiner Verletzung wieder einsatzfähig ist und mit 9:3 Siegen fast schon wieder zu alter Stärke gefunden hat. Außer ihm kann lediglich noch Yvonne Hose eine positive Bilanz vorweisen, sodass das Team wohl mit dem erreichten fünften Platz zufrieden sein kann. Den erwartet schweren Saisonverlauf gab es für den TV Heiligenwald der die Abgänge von Jochen Pulcher, Michael Klein und Stefan Maus wie erwartet nicht kompensieren konnte. Da zudem Gernot Backes nur ganz selten zum Einsatz kam konnte das Ziel nur der Klassenerhalt sein, was mit dem sechsten Platz wohl auch erreicht wurde. Die Mannschaft ist von der Bilanz her recht ausgeglichen besetzt, es fehlen jedoch die Ausreißer nach oben. Man kann also sagen, dass die Stärke des TV Heiligenwald die Schwäche der hinter ihm platzierten Teams war. Das wäre auf Platz sieben der TV Überherrn der wie in der letzten Runde von Anfang an nur gegen den Abstieg spielte. Hier konnte lediglich Anke Boutter im DE eine positive Bilanz vorweisen und das Abschneiden in allen anderen Disziplinen ist teils sehr deutlich negativ. So war auch in der Rückrunde nicht mehr als ein -allerdings sehr wichtiger- 6:2 Sieg in Oberthal möglich. Alle anderen Spiele wurden verloren und mit 5:23 Punkten war einfach nicht mehr als Platz 7 drin. Wie befürchtet hat es für die SG Lebach/Oberthal nicht zum Klassenerhalt gereicht. Hatte man im letzten Jahr die Meisterschaft in der Verbandsliga zum größten Teil der überragenden Punktausbeute von Dorothee Schumacher zu verdanken so konnte man Doros Weggang nach Bous nicht verkraften. Erschwerend kam dann noch hinzu, dass Sabine Steinmetz für einen Großteil der Runde ausfiel (sie absolvierte lediglich 11 von 28 Spielen) und dass man mit Matthias Strauß lediglich einen Spieler hatte der mehr Siege als Niederlagen einfuhr. Insbesondere im Mixed war er mit Christine Schumacher sehr erfolgreich. Jedoch hatte man im ersten HD und im 2. HE fast keinen Sieg zu verbuchen sodass der Abstieg fast schon eine logische Konsequenz war.
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