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Schenk und Zwiebler stehen im Halbfinale

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Saarbrücken. Bei den Bitburger Badminton Open in der Saarbrücker Saarlandhalle wurde heute das Viertelfinale ausgetragen. Und das DBV-Team hatte beim mit 120.000 US-Dollar dotierten Grand-Prix Gold Turnier noch fünf heiße Eisen im Feuer. Das Ticket für die Runde der letzten Vier konnten Juliane Schenk und Marc Zwiebler lösen. Sie kämpfen morgen ab 14 Uhr um den Einzug ins Finale.

Die Weltranglisten-Sechste Juliane Schenk schaltete Petya Nedelcheva mit 21:19, 21:11 aus. „Das war heute ein Arbeitssieg. Ich wusste, dass ich nur mit einer großen Portion Entschlossenheit ins Match gehen durfte. Das war kein Spiel zum Rumzaubern. Im ersten Satz hat sich die Bulgarin noch mit Händen und Füßen gewehrt. Im zweiten habe ich mit 18:6 geführt und danach die Zügel etwas schleifen lassen“, sagte die an Position eins gesetzte Schenk. Im Halbfinale trifft sie auf die Chinesin Xuerui Li, die heute die an Nummer acht gesetzte Japanerin Eriko Hirose aus dem Rennen warf. Über ihre morgige Gegnerin sagt die WM-Bronze-Gewinnerin aus Krefeld: „Wir haben bei den Denmark Open im vergangenen Jahr gegeneinander gespielt, da habe ich knapp verloren. Morgen wird es jedenfalls nichts bringen, sich auf Laufduelle einzulassen. Ich habe schon vor, das Zepter in die Hand zu nehmen." Im zweiten Semifinale trifft die Japanerin Sayaka Sato auf die Niederländerin Jie Yao, die überraschend die amtierende Europameisterin Tine Baun abservierte. 

Nein, man kann Marc Zwiebler nicht vorwerfen, dass er es an Spannung vermissen lässt. Ohne eine gute Portion Nervenkitzel geht es bei ihm nicht. So war es auch heute. In einem vor allem im ersten Satz dramatischen Match kegelte er Andre Kurniawan Tedjono aus Indonesien mit 24:22 und 21:14 aus dem Turnier. „Ok, eine Sportphrase: Aber es war so – es war das erwartet schwere Spiel. Im ersten Satz habe ich ihm zu viel auf seine Stärken gespielt. Das machte ich im zweiten besser. Ich nahm ein bisschen das Tempo raus und Andre wurde ungeduldig. Dann habe ich einfach sehr gut und konzentriert den Satz zu Ende gespielt“, fasst der an Position zwei gesetzte Zwiebler zusammen. Nun geht es gegen den Vorjahresfinalisten der Bitburger Open und an drei gesetzten Hans-Kristian Vittinghus aus Dänemark. „Ich kenne ihn gut. Das wird morgen sicher kein kurzes Spiel. Vittinghus ist ein Brecher, ein echtes Kampf-Schwein. Aber ich freue mich darauf. Ich bin mit dem bisher Erreichten schon recht zufrieden. Was jetzt kommt, ist Zugabe“, erklärt der Weltranglisten-19. In dem anderen Duell stehen sich der Niederländer Eric Pang und der an Position drei gesetzte Chinese Zhengming Wang gegenüber.  

Ausgeschieden sind die beiden deutschen Herrendoppel Ingo Kindervater und Johannes Schöttler sowie Michael Fuchs und Oliver Roth. Letztere mussten sich in einem aufregenden Match den Engländern Chris Adcock und Andrew Ellis mit 18:21, 21:16 und 15:21 geschlagen geben. Ingo Kindervater und Johannes Schöttler zogen gegen die Chinesen Xiaolong Liu und Zihan Qiu mit 19:21, 11:21 den Kürzeren. „Da war heute ein enormes Tempo im Spiel und die Chinesen konnten den Druck besser halten als wir. Was auch irgendwie logisch ist. Nach meiner Verletzung haben Johannes und ich erst ein paar Mal zusammen trainieren können. Und da ist gegen einen solchen Gegner, der voll im Saft steht, nur schwer mitzuhalten“, erzählt Ingo Kindervater. Die beiden Spieler aus dem Reich der Mitte treffen morgen im Halbfinale auf die diesjährigen All England Gewinner und Weltranglisten-Dritten Carsten Mogensen und Mathias Boe. Ein Spiel, das allein schon das Eintrittsgeld wert ist. Die Briten Adcock und Ellis haben nun die Thailänder Bodin Issara und Maneepong Jongjit vor der Brust.  

Ohne deutsche Beteilung gingen das Mixed und das Damendoppel über die Bühne. Im gemischten Doppel treffen morgen Peng Soon Chan und und Liu Ying Goh aus Malaysia auf die Chinesen Xiaolong Liu und Shu Cheng, die für das Turnier-Aus von Badminton-Star Nathan Robertson und seiner Spielpartnerin Jenny Wallwork verantwortlich sind. Die Chinesen He Hanbin und Bao Yixin versuchen gegen Thomas Laybourn und Kamilla Rytter Juhl das Final-Ticket zu lösen. Die Dänen kickten die aktuellen Vize-Weltmeister Chris Adcock und Imogen Bankier aus dem Wettbewerb. Im Damendoppel kommt es zu einem skandinavischen Duell: Die Schwedinnen Emelie Lennartsson und die für den BC Bischmisheim in der Bundesliga spielende Emma Wengberg treten gegen Line Damkjaer Kruse und Marie Roepke aus Dänemark an. Weiter werden die Thailänderinnen Savitree Amitapai und Sapsiree Taerattanachai versuchen, den Weltranglisten-Dritten Mizuki Fujii und Reika Kakiiwa aus Japan ein Bein zu stellen.  



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