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Saarlandmeisterschaft der Aktiven: Vier Titel für den TuS Wiebelskirchen

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Bei den am 26. und 27. November in der Ohlenbachhalle in Wiebelskirchen ausgetragenen Saarlandmeisterschaften der Aktiven gab es kaum große Überraschungen, geschweige denn "Sensationen". Dies zeigt sich z.B. auch daran, dass von 18 auf den Positionen 1 bis 4 gesetzten Spielerinnen und Spielern bzw. Paarungen 15 auch das Halbfinale erreichten. Zwei weitere Halbfinalteilnehmer waren auf 5/8 gesetzt und lediglich im Damendoppel erreichte eine ungesetzte Paarung das Halbfinale wobei hier eines der gesetzten Doppel kurzfristig ausgefallen war.
Im Mixed allerdings hätte es in der zweiten Runde schon fast eine Überraschung gegeben. Hier mussten die Titelverteidiger Seibüchler/Mann nämlich alles -einschließlich der notwendigen Portion Glück- aufbieten um die jungen Martin Schneider/Nathalie Burger im Entscheidungssatz mit dem knappsten aller Ergebnisse, nämlich 30:29 zu bezwingen. Zudem hatten die Youngsters auch noch einige Matchbälle, konnten allerdings keinen verwerten und hatten damit am Ende das Nachsehen in diesem vielleicht spannendsten Spiel der Meisterschaft. Seibüchler/Mann erreichten anschließend problemlos gegen Getzlaff/Bauer das Halbfinale wohingegen die anderen Viertelfinale jeweils über die volle Distanz gingen. Hierbei siegten Euschen/Decker gegen Lorenz/Saar und die Geschwister Ottrembka gegen Becker/Welker jeweils recht deutlich. Für eine zumindest für mich kleine Überraschung sorgten Pilger/Schneider bei ihrem 21:16/13:21 und 21:17 gegen die Regionalliga-Kombination Rettke/Lang. In jeweils zwei Sätzen erreichten dann sowohl Seibüchler/Mann als auch Ottrembka/Ottrembka das Endspiel in dem sich die Geschwister mit 21:19 im dritten Satz den Titel holten. Hier hatten die Titelverteidiger schon mit19:16 geführt, aber dann durch teilweise unnötige Fehler das Spiel noch aus der Hand gegeben.
Ähnlich wie im Mixed gab es auch im Herreneinzel nichts erstaunliches zu vermelden. Zum einen ging lediglich ein Spiel über die volle Distanz und zum anderen liefen alle Spiele "nach Plan". Alle? Alle - bis auf eines - und das war für mich die größte Überraschung des Turnieres. Nicht, dass Martin Winter im Achtelfinale gegen Oberligaspieler Philipp Euschen gewann, nein - solche Spiele gibt es zum Glück immer wieder. Aber wirklich überraschend war die Höhe des Sieges: beim 21:9 und 21:17 hatte Philipp eigentlich keine Chance. Zum einen sei ihm wohl die Umstellung vom Mixed auf das Einzel nicht so wirklich geglückt und zum anderen, so zumindest seine eigene Aussage, habe er seinen Gegner wohl unterschwellig etwas unterschätzt. Dass man gegen Martin verlieren kann musste im Viertelfinale aber auch fast Pascal Reuter erleben. Er konnte allerdings mit 21:15/19:21 und 21:14 nochmal den Kopf aus der Schlinge ziehen und das Halbfinale erreichen. Hier unterlag er dann aber relativ deutlich seinem Vereinskollegen Oliver Rettke der damit im Finale auf den Neuzugang des TuS, nämlich auf Ronald Huber traf. Ronald hatte problemlos das Endspiel erreicht und auch im Halbfinale relativ glatt gegen Christian Wühr gewonnen. Im Finale zeichnete sich dann eigentlich ein "typisches Oli-Spiel" ab. Im ersten Satz war er darauf bedacht alles zurückzuspielen und damit seinen Gegner ans Laufen zu bringen - klappte auch ganz gut obwohl er den Satz mit 15:21 abgeben musste. Im zweiten Durchgang hatte er dann mit der gleichen Spielweise Ronald bis zum 15:9 gut im Griff und man konnte eigentlich schon mit dem Entscheidungssatz rechnen. Aber weit gefehlt, Ronald stelte sein Spiel um, verzichtete auf die Winner und spielte "einfach" nur noch zurück. "Damit hat er mich etwas aus dem Konzept gebracht und ich machte zuviele leichte Fehler" erkannte Oliver neidlos an. Etwas angefressen war er von der Niederlage schon, aber das ist ja auch zu verstehen. Immerhin aber hatte der TuS damit schon den zweiten Titel gewonnen.
Aber schon im Dameneinzel war der Traum vom totalen Triumph ausgeträumt. In einer Neuauflage des Vorjahresendspieles standen sich Laura Lang und Aline Decker (KV St. Ingbert) gegenüber. Die beiden hatten sich im Halbfinale gegen Eva Schneider bzw. Saskia Schüssler durchgesetzt und lieferten sich dann einen tollen Kampf. Beim 21:19/14:21 und 21:19 hatte Laura am Ende zwar mehr Punkte gemacht, Aline aber mehr Sätze gewonnen und konnte sich so sichtlich erschöpft über den Gewinn der Saarlandmeisterschaft freuen.
Im Damendoppel ging der dritte Titelverteidiger an den Start und wie im Mixed und im Dameneinzel gelang auch hier die Titelverteidigung nicht. Aline Decker und Eva Schneider hatten sich locker bis ins Finale gespielt wohingegen ihre Gegnerinnen Laura Lang und Franziska Ottrembka besonders im 1. Satz des Halbfinales erbitterten Widerstand zu brechen hatten. Ganz knapp konnten sie mit 27:25 gegen Julia Saar und Julia Welker gewinnen und auch im zweiten Durchgang wurde ihnen beim 21:17 wahrlich nichts geschenkt. Nicht viel einfacher wurde es dann gegen Aline und Eva. Konnten sie den 1. Satz noch mit 21:18 für sich entscheiden so mussten sie den 2. mit 19:21 abgeben. Im Entscheidungssatz hatten sie dann allerdings kaum noch Probleme und konnten mit 21:11 den Titelgewinn feiern. Damit stand fest, dass es bei den Saarlandmeisterschaften nur "neue" Meister geben würde, denn die Titelverteidiger im Herrendoppel waren nicht am Start.
Die Top-Favoriten Marcel Reuter/Oliver Rettke konnten leider nicht antreten, da Marcel wohl noch bei den Scotish Open weilte. Aber die Vizemeister des letzten Jahres waren am Start - Philipp Euschen und Denis Pilger vom KV St. Ingbert- und sie erreichten auch ohne richtig gefordert zu werden das Endspiel. Selbst im Halbfinale hatten sie beim 21:15 und 21:13 wenig Mühe um sich gegen Pascal Reuter/Hendrik Müller durchzusetzen. Ganz anders ihre Endspielgegner Ronald Huber/Sebastian Ottrembka die sowohl im Viertelfinale gegen Sascha Seibüchler/Kai Decker als auch im Halbfinale gegen Christian Wühr/Alex Gebel die volle Distanz benötigten. Die Entscheidungssätze konnten sie dann aber mit 21:9 bzw. 21:13 jeweils recht deutlich zu ihren Gunsten entscheiden. Und auch im Endspiel wollten sie es dann nicht bei zwei Sätzen belassen. Im ersten Satz konnten Philipp und Dennis mit 21:18 noch voll überzeugen, waren dann aber beim 8:21 völlig von der Rolle. Auch im Entscheidungssatz fanden die St. Ingberter nicht mehr richtig zu ihrem Spiel und unterlagen mit 14:21. Damit hatten Ronald und Sebastian den vierten Titel für den TuS unter Dach und Fach gebracht und Wiebelskirchen war beim "Heimspiel" mit Abstand erfolgreichster Verein.
Insgesamt darf diese Landesmeisterschaft als gelungen bezeichnet werden und der Tus Wiebelskirchen hat mit Arno Schley und seinen vielen Helfern für einen würdigen Rahmen gesorgt.
Auch der Einsatz der Schiedsrichter und die Turnierleitung klappte gewohnt problemlos sodass aus meiner Sicht lediglich ein Wermutstropfen bleibt: die verschwindend geringe Teilnehmerzahl von Spielerinnen und Spielern des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim. Dass aus der Bundesliga inklusive dem erweiterten Kreis niemand antritt ist leider selbstverständlich, bei der Terminhatz der unsere Spitzenspieler unterliegen aber auch mehr als verständlich. Dass aber insgesamt nur drei Spielerinnen und ein Spieler von dem Verein antreten der selbst mit der 5. Mannschaft noch in der Verbandsliga spielt ist für mich persönlich mehr als bedauerlich und auch nicht wirklich nachvollziehbar. 


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