Friedrichsthaler Erfolgsduo verteidigt ihren Titel in Fürstenhausen
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 06. Februar 2012 um 16:24 Uhr
Am 29. Januar 2012 ging die saarländische Breitensportgruppe in ein neues Jahr – als Auftakt fand das dritte Hobbydoppelturnier des BC Federballfreunde Fürstenhausen in der Hermann-Neuberger-Halle in Völklingen statt. 22 der 24 angemeldeten Doppel nutzten den verschneiten Sonntag, um sich Spaß und Sport im Badminton hinzugeben. Nach gründlicher Auslosung wurde in zwei Fünfer- und zwei Sechsergruppen mit der Vorrunde gestartet, bevor man die besten Acht in einer Finalrunde und alle Weiteren in Platzierungsrunden einteilte.
Vorjahressieger Heiko und Denny Buchenau (DJK Friedrichsthal), setzten sich eindrucksvoll in Gruppe A mit 10:0 Sätzen durch und nur Thomas Priester und Peter Moog zwangen sie einmal in die Verlängerung. Dana Gajdosova und Fabiana Bauer vom TuS Wiebelskirchen sicherten sich mit vier Siegen den zweiten Gruppenrang. Priester/Moog erkämpften sich den dritten Rang. Gleich drei Fürstenhausener Paarungen wurden in die schwere Gruppe A gelost, was am Ende nur für die Gruppenplätze vier bis sechs reichte.
In der Gruppe B erreichten Dominik Rester und Gerhard Schmeer den ersten Platz und gaben nur einen Satz an Christian Diwo und Hans-Jörg Huth vom TV 08 Siersburg ab, die ihrerseits mit der einzigen Niederlage gegen Rester/Schmeer auf Position zwei ebenfalls in die Finalrunde einzogen konnten. Die Fürstenhausener Simon Mergen und Gabi Hönscheidt erreichten bei ihrem ersten Hobbyturnier überhaupt mit einem Sieg gegen Thomas Klein und ChristianThewes vom TV Aschbach den fünften Gruppenrang und spielten daher im Anschluss um die Positionen 17 bis 20.
In der Fünfergruppe C kristallisierten sich die Finalrundenteilnehmer schnell raus: Stefan Zimmermann und Maurice Pecheur sicherten sich souverän die Tabellenführung vor den Wiebelskirchenern Roland Schorr und Bärbel Marx. Doch um die Plätze in der Platzierungsrunde musste gerechnet werden. Alle drei Doppel hatten je einen Sieg auf der Haben-Seite und nur das ungünstigere Satzverhältnis von 3:7 ließen Björn Langenfeld und Stephanie Stoll (BC Fürstenhausen) auf den fünften Gruppenplatz abrutschen.
Die Gruppe D, ebenfalls eine Fünfergruppe, entwickelte sich genauso spannend. Während Patrik Fretter und Andrea Schön (TuS Wiebelskirchen) sich ungeschlagen Position eins sicherten, erreichten Michael Bohrmann/Fritz Eissel (DJK Friedrichsthal) mit drei Siegen den zweiten Platz. Mit zwei Niederlagen im dritten Satz folgen dann Thomas Petzold/Rita Gehlen (Netzroller) knapp dahinter. Die erste „Dreier-Doppelpaarung“ in bei einem Hobbyturnier, Nina Brosovski, Katrin Baltes und Steffi Schauffert, letztere musste kurzfristig auf ihren Doppelpartner verzichten, konnte sich Gruppenplatz vier sichern.
In der Platzierungsrunde konnten sich Michael Betz (Fischbach) und Katrin Heinig (DJK Friedrichsthal) als „Best of the Rest“ den neunten Platz erspielen und haben es dabei gegen Petzold/Gehlen, die am Ende Zehnter wurden mit 21:14, 13:21 und 21:19 nochmal richtig spannend gemacht. Elfter wurden Thomas Priester/Peter Moog vor Peter Kobier/Thomas Braun.
Die Gruppe 13-16 hatte mit dem Homburger Duo Jürgen Krutthoff und Elke Desgrange einen souveränen Sieger, doch die Doppel Christian Kaffke/Jo Satha (Netzroller), sowie die Wiebelskirchner Brosovski/Baltes und das Fürstenhausener Duo Norbert Langenfeld/Rainer Schneberger hatten je einen Sieg auf dem Konto, so dass es auch wieder zum Satzvergleich kam und man in oben genannter Reihenfolge die Plätze 14-16 belegen konnte.
Nach Stefan Thissen/Wolfgang Keunhoff auf Rang 17 folgen die Fürstenhausener Paarungen Langenfeld/Stoll, Mergen/Hönscheidt, sowie Rainer Wasiela/Bärbel Reez und Rainer Dahmen/Sebastian Suffel auf den weiteren Plätzen. Schlusslicht wurde die Aschbacher Paarung Thomas Klein/Christian Thewes, die mit zweimal 18:21nur knapp verloren hat.
Im Viertelfinale konnten sich alle Favoriten für das Halbfinale qualifizieren. So siegten Buchenau/Buchenau im dritten Satz gegen Diwo/Huth, die am Ende Sechster wurden, mit 21:11, 14:21 und 21:14. Rester/Schmeer konnten hingegen erwartungsgemäß gegen Gajdosova/Bauer, die späteren Achtplatzierten, mit 18:21 und 11:21 siegen. Zimmermann/Pecheur schlugen Bohrmann/Eissel (Platz sieben) mit zweimal 21:15 und Fretter/Schön setzen sich im TuS-internen Duell gegen Schorr/Marx mit 17:21, 21:15 und 21:13 durch.
Überraschend ging der erste Satz von Buchenau/Buchenau im Halbfinale gegen Fretter/Schön mit 15:21 verloren, doch die „jungen Wilden“ behielten die Nerven bis zum Ende, so konnten sie den zweiten Satz recht glücklich mit 21:19 noch für sich entscheiden um dann im Entscheidungssatz mit 21:10 aufzutrumpfen.
Auf Gegenwehr trafen Rester/Schmeer auch bei Zimmermann/Pecheur, die sich immer lauthals Mut zugesprochen haben, doch am Ende reichte es mit 16:21 und 14:21 nur für das „Kleine Finale“.
Doch hier zeigte sich ihr Durchhaltewille enorm: Den ersten Satz gaben sie noch an Fretter/Schön mit 17:21 ab, doch im zweiten Satz spielten sie sich ganz schnell und einfach an die Spitze. Beim Stande von 20:14 war man innerlich schon auf den Entscheidungssatz vorbereitet – doch es sollte noch eine ganze Weile dauern. Eine Reihe von Fehlern ließenn die nervenstarken Wiebelskircher nochmal rankommen und bei 20:20 eine Verlängerung stattfinden. Am Ende ging es mit 23:21 doch noch in den dritten Satz.
Doch auch das Finale war nicht minder spannungsgeladen. Wie schon viele Male auf Hobbyturnieren zuvor, und wie auch dieses Mal wieder zu erwarten, sollten Buchenau/Buchenau und Rester/Schmeer den Turniersieger unter sich ausmachen. Bereits im vergangenen Jahr ging das friedrichsthaler Bruderdoppel mit der Goldmedaille aus der Hermann-Neuberger-Halle, beste Vorzeichen also für eine spannende Titelverteidigung – oder Revange. Nach dem 21:15 für Rester/Schmeer im ersten Satz sah es schon nach Letzterem aus, doch Heiko und Denny kämpften sich zurück ins Spiel und mit 21:14 im zweiten Satz blieb alles offen. Hier wurde von allen vier Akteuren alles abverlangt und die längste Verlängerung im Turnier sollte sich, wie im allerbesten Krimidrehbuch, auf den Finalentscheidungssatz legen: Mit 26:24 konnten nach mehreren Führungswechseln am Ende die „Buchenau-Brothers“ tatsächlich erneut als Sieger vom Platz gehen.
Für jeden Teilnehmer gab es eine Urkunde, sowie größere und kleinere Preise.
Auch zu seinem 15-jährigen Jubiläum plant der BC Federballfreunde Fürstenhausen erneut ein Hobbyturnier und hofft darauf, viele Spielerinnen und Spieler erneut in der Halle begrüßen zu dürfen.
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